Mein Schiff-Meine Reise:Teil 6,Svartisen


Nach einer sehr kurzen Nacht begann ca. gegen 13:00 Uhr unser Landgang zum Svartisen-Gletscher. Wir wurden diesmal zum ersten Mal mit den Tenderbooten an Land gebracht,es hat problemlos funktioniert und war gleichzeitig ein riesen Spass.
Der Svartisen-Gletscher ist der zweitgrößte norwegische Gletscher mit einer Fläche von 370 km ² und ist gleichzeitig auch der am tiefsten liegende Gletscher auf dem europäischen Festland.Der höchste Punkt liegt bei 1594 Metern und die Gletscherzunge Engenbreen hat eine Eisdecke von 450 Metern.
Unterhalb des Gletschers befindet sich der See Svartisvatn,vom See aus ist es bis zum Gletscher für normale Touristen zwei Stunden Fußweg.
Der Name “Svartisen” kommt vom alten,norwegischen Wort “svartis” (Schwarzeis), welches die tiefblaue Farbe des Eises im Verhältnis zum weißen Schnee und dem neueren Eis beschreibt.
Hier mal zu sehen unser Ankerplatz und unser Fußweg zum Gletscher:

Mein Schiff auf einer größeren Karte anzeigen
Wenn ich vorhin sagte “normale Touristen”,dann hat das schon seinen Grund. Andy und ich schafften den Aufstieg im lockeren Laufschritt in einer knappen Stunde und waren von unserem Schiff die ersten auf dem Berg.
Das Stehen am Gletscher mit Worten zu beschreiben ist nicht möglich. Die Gewalt und Macht der Natur, gleichzeitig aber auch unsere Hilflosigkeit in Bezug auf das Abschmelzen dieses Eismassivs zu sehen und zu spüren ist einzigartig.


Ich habe den Berg dann auch verlassen mit einem Stein in der einen und einem Stück Eis in der anderen Hand.Besser gesagt,das Eis in einer Plastiktüte. Dieses Stück Eis habe ich bis aufs Schiff gebracht,dort eingefroren und am letzten Abend in einem Glas Wodka getrunken.
Unser Kapitän meinte,dieses Eisstück wäre mindestens 500 Jahre alt.Naja….geschmeckt hat es jedenfalls nicht wie 500 Jahre alt…..
Den Abend habe ich wie immer im Fitnessbereich ausklingen lassen,wo ich jeden Abend ab 19:30 Uhr meine Aikido-Übungen abhalten durfte. Danach – das war auch schon fester Brauch – noch in die Sauna und dort mit zwei Bekannten getroffen.
Ja,und ab 22:30 Uhr gings dann wieder zuerst in die TUI-Bar und später dann in die Abtanzbar. Und wir merkten,das wir uns mit jeder Seemeile gen Norden mehr und mehr der Polarkreisgrenze und damit auch der Mitternachtssonnengrenze näherten. Die Nächte wurden nämlich schon sehr kurz…..
Bis morgen!

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