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Mein Schiff-Meine Reise: Zurück in Kiel
13.06.2009, wieder festen Boden unter den Füssen. Gegen sieben Uhr morgens legten wir wieder am Ostseekai in Kiel an,quasi pünktlich auf die Minute. Nach einem letzten,ausgiebigen Frühstück und einem letzten Gang durchs Schiff machten wir uns auf den Weg zum Auschecken auf Deck 5. Unsere Koffer hatten wir am Vorabend vor die Kabine stellen können,sie wurden dort vom Schiffspersonal abgeholt und für uns von Bord gebracht. Alles problemlos und zuverlässig. Ein Bustransfer brachte uns vom Kai zum Bahnhof nach Kiel.
Andy und ich hatten schon vor Antritt der Reise beschlossen, uns bei gutem Wetter das Marine Ehrenmal in Laboe anzusehen.Und so fuhren wir mit dem Bus von Kiel nach Laboe,liefen anschließend noch den einen Kilometer an der Uferpromenade bis zum U-Boot.
Die Heimreise später war ebenso wie die Hinreise unproblematisch,bis Hamburg mit einem Regionalexpress und weiter bis Nürnberg mit dem ICE. So waren wir abends gegen 20:33 Uhr am Nürnberger Hauptbahnhof, wo uns schon unsere Freunde Ira und Mike erwarteten und nach Hause fuhren.
Soweit zur Reise, ich werde demnächst noch ein paar Bilder einstellen und etwas abschließendes zur Reise sagen.
Mein Schiff-Meine Reise:Teil 12,Zurück nach Kiel
Der letzte Tag war angebrochen und es ging nun langsam,aber sicher, zurück nach Hause.Ich nutzte die Zeit,um das Schiff mal mit der Videokamera abzulaufen und (fast) alles filmisch festzuhalten.
Der Tag selbst war sehr stürmisch und bescherte uns nach langer Zeit auf See endlich mal wieder sowas wie Wellen. Ich saß die meiste Zeit in der La Vida Sana Bar, las ein Buch und schoss Fotos zusammen mit einigen der Bordcrew.
Abends dann ein letztes Mal trainieren und in die Sauna, ebenfalls ein letztes Mal der Besuch der TUI- und der Abtanzbar.
Ein ganz besonderes Erinnerungsstück ist mein kleiner Seesack,auf dem sich einige der Crew,mit welchen ich besonders engen Kontakt hatte,verewigten und mir einen netten Spruch draufschrieben.
Ich werde Fotos von diesem Seesack später mal einstellen.
Hier nun die Videos vom Schiff:
Mein Schiff-Meine Reise:Teil 11,Bergen
Man sagt,das jeder Besucher von Bergen so begeistert ist, das er möglichst bald zurückkommen möchte. Der Meinung kann ich mich anschließen,ohne wenn und aber.
Bergen gilt mit 248 Regentagen als die regenreichste Stadt Europas (komisch,wir haben davon nichts gespürt) und ist mit 250.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Norwegens. In Bergen findet man einen Seehafen, Werftenindustrie und eine in den Bereichen Meeresbiologie und Geologie bedeutende Universität. Auch die rennomierte norwegische Handelshochschule ist in Bergen beheimatet.
Die Geschichte des Wahrzeichens der Stadt, die Bergenhus-Festungsanlage, lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen.
Die Einwohner der Stadt halten sich selbst für die wahren Hauptstädter und dies mit einiger Berechtigung. Früher war Bergen ein bedeutender Standort für die Kaufleute der Hanse, welcher hier unter der Führung Lübecks regen Handel betrieben. Ein Andenken aus dieser Zeit ist der Stadtteil Bryggen, in welchem sich rot gestrichene Holzhäuser aneinanderreihen.
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Soweit zur Geschichte.
Unsere Einfahrt in den Hafen wurde von ziemlich vielen Schaulustigen verfolgt, der Hafen ist recht klein und zahlreiche Häuser säumen den Bereich rechts und links des Hafenbeckens.Neben uns am Kai lag bereits ein weiteres Schiff,die Costa Atlantica. Andy und ich sind bei strahlendem Sonnenschein zu unserem letzten Landgang in Norwegen aufgebrochen und haben die Stadt in vollen Zügen genossen. Ganz lustig war der Shop,welcher meinen Vornamen trägt….(hat aber keine Auswirkungen auf meinen Kontostand)
Beim Ablegen gegen 20 Uhr erklang dann ein letztes Mal unsere Schiffshymne.
Der Abend wurde mit reichlich Sport,ein paar Saunagängen und natürlich dem allabendlichen Treffen in der TUI-Bar beschlossen. Da wir uns bereits wieder südlich der Mitternachtssonnegrenze befanden gab es nun auch wieder Sonnenuntergänge und dunkle Nächte. Ich hörte ein kleines Mädchen im Vorbeigehen zu seinem Vater sagen:
“Gott sei dank,endlich wieder Dunkelheit!”
Mein Schiff-Meine Reise:Teil 10 Zwischen Nordkap und Bergen
Nachdem wir nun den Nordkapfelsen verlassen hatten und ich nach meiner Schwimmtour wieder normale Körpertemperatur hatte,folgte ein weiterer Tag auf See. Bei strahlendem Sonnenschein und kaum Wind war dies wieder so ein Sonnenbrand-Tag.
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Unsere Band hat aber echt dem ganzen noch eines draufgesetzt. Die drei setzten sich zu uns aufs Pooldeck und begannen The Police zu spielen. Ganz sachte und leise,aber ganz wundervoll passend zum Schiff und zur Stimmung.
Mein Schiff-Meine Reise:Teil 9,Das Nordkap
Am 09.06.2009 früh gegen 04:00 Uhr passierten wir zum ersten Mal den Nordkapfelsen . Das Nordkap ist ein steil aus dem Eismeer emporragendes Schieferplateau auf der norwegischen Insel Mageroya. Es liegt auf 71 ° 10′ 21″ nördlicher Breite, ca. 2100 Kilometer vom Nordpol entfernt und 520 Kilometer nördlich des Polarkreises. Das Nordkap ist schon immer ein wichtiger Navigationspunkt für Seefahrer gewesen. Es erhielt seinen Namen im Jahre 1553, als eine englische Expedition mit drei Schiffen von London aus nach Norden reiste, um die Nordostpassage nach China zu finden. Während eines Sturms wurden die Schiffe getrennt und die “Edvard Bonaventura” unter dem Kommando von Kapitän Richard Chancellor passierte Mitte August diese Klippe,welche den Namen Knyskanes (die steile Klippe) hatte. Chancellor gab ihr den Namen “Nordkap“,welchen sie bis heute trägt.
“Hier stehe ich nun am Nordkap, an der äußersten Spitze Finnmarks. An der Welt Ende. Hier,wo die Welt endet,endet auch meine Neugier. Und zufrieden kehre ich nach Hause zurück,so Gott will.”
Diese Zeilen schrieb Francesco Negri 1664 von seiner Reise zum Nordkap.
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Den Zeitpunkt früh um vier Uhr habe ich zwar verpasst,nicht aber den Landgang und den Zeitpunkt unseres zweiten Passierens des Nordkap.
Honningsvag ist ein kleines Städtchen, nichts weltbewegendes,aber mit einer faszinierenden Natur. Für mich absolut schwer vorstellbar,hier sechs Monate mit 24 Stunden Tageslicht zu leben. Noch krasser muss es wohl die restlichen sechs Monate in absoluter Dunkelheit sein. Die Einheimischen erzählten,das sie in diesem Zeitraum alle Lichter anschalten,die zu finden sind. Welche Auswirkungen Lichtmangel auf den Körper hat dürfte klar sein.Depressionen ist nur eines davon.
Zur Abfahrt um 14:00 Uhr wurde auf dem Pooldeck klassische Erbsensuppe und Fingerfood gereicht., die Auslaufhymne wurde wiederrum live gesungen.Gegen 16:00 Uhr erreichten wir den Nordkapfelsen erneut und der Entertainment-Manager las dazu aus Reiseberichten einer Nordkapreise aus dem Jahr 1861 vor.
Mir war vorher schon bekannt,das man am Nordkap schwimmen gehen konnte. Nicht direkt am Felsen,das ist nicht möglich,aber wohl im Pool auf dem Schiff. Kurz vor erreichen des Felsens sprach unser Kapitän zu uns und sagte,das wer am Nordkap schwimmen wolle,sich nun bereitmachen solle.Naja,hab ich dann auch getan.Kurz in den warmen Whirlpool rein und dann ins große Becken bei 10 °C Wassertemperatur. Hat ziemlich geprickelt,war aber ein tolles Erlebniss,auch wenn manch einer an Deck das wohl nicht verstanden hatte.Mit mir zusammen hat das noch ein Passagier aus Bayern getan.Da sieht man’s wieder,die Bayern halt….
Das Filmteam hat meine Runden natürlich festgehalten und so konnte ich mich abends im Fernsehen nochmal bewundern.
Ich bin dann abends wieder nach meinem Aikido-Training in die Sauna-das war schon Pflichtprogramm-und hab mich dort mit dem IT-Manager des Schiffs und einem Passagier getroffen.Das hatte fast schon rituellen Charakter,der abendliche Treff und Plausch in der Sauna.Fehlt mir heute irgendwie….An dieser Stelle grüße ich dich,Rolf!
Später dann wieder TUI-Bar und Abtanzbar,gegen morgen gelangen mir dann auch noch ein paar wunderschöne Mitternachtssonnen-Aufnahmen.
Die gibts aber erst morgen zu sehen,im nächsten Teil.
Mein Schiff-Meine Reise:Teil 8,Zwischen Lofoten und Nordkap
Bevor wir das Hauptziel unserer Reise, das Nordkap erreichten, verbrachten wir wieder einen Tag auf See. Die Polarkreisgrenze und somit die Mitternachtssonnengrenze hatten wir passiert und ich bin extra mit der Videokamera mal raus auf Deck, um dieses Phänomen festzuhalten.
Mein Schiff-Meine Reise:Teil 7-Lofoten
Bevor wir am 07.06.09 früh gegen 07:00 Uhr Leknes auf den Lofoten erreichten ,gelangen mir Nachts gegen 23:00 Uhr diese wunderschönen Aufnahmen vom Sonnenuntergang, welche gleich zu Beginn dieser Serie zu sehen sind.
Und nach einer sehr kurzen Nacht,einem Frühstück mit viel Obst im Buffet-Restaurant Anckelmannsplatz und anschließendem Sport hieß es nun wieder:LANDGANG
Die Lofoten, eine aus 80 Inseln bestehende Inselgruppe vor der Küste Norwegens, liegt etwa 100 bis 300 Kilometer nördlich des Polarkreises und wird vom Festland durch den Vestfjord getrennt. Seit etwa 6000 Jahren sind die Inseln besiedelt,heute leben hier ca. 24.000 Menschen auf einer Fläche von 1227 km ².
Es sind hauptsächlich die Ostseiten der Inseln besiedelt, weil hier Wind und Seegang weniger stark angreifen. Die stellenweise über 1200 Meter hohen Berge der Inseln haben alpinen Charakter und halten allzu starke Witterungseinflüsse ab. Die Gezeiten pressen das Wasser mit heftiger Gewalt zwischen den Inseln hindurch und erzeugen damit zum Teil gefährliche Strudel.
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Andy und ich waren hier relativ kurz an Land und haben einen kleinen Spaziergang über die Insel unternommen.Das Übersetzen erfolgte wieder problemlos mit den Tenderbooten und ging sehr zügig.Gegen 19:00 Uhr legten wir dann wieder ab und unsere Reise Richtung Nordkap ging weiter. Der SPA&Meer Bereich hatte heute eine besondere Überraschung zu bieten, die Sauna hatte bis 00:30 Uhr geöffnet und die Damen aus der Massage boten Schulter-Nacken-und Rückenmassagen an.
Später nach der Sauna gings natürlich wieder den allabentlichen Weg: TUI-Bar – Abtanzbar.
Weiter gehts am nächsten Tag!
Mein Schiff-Meine Reise:Teil 6,Svartisen
Nach einer sehr kurzen Nacht begann ca. gegen 13:00 Uhr unser Landgang zum Svartisen-Gletscher. Wir wurden diesmal zum ersten Mal mit den Tenderbooten an Land gebracht,es hat problemlos funktioniert und war gleichzeitig ein riesen Spass.
Der Svartisen-Gletscher ist der zweitgrößte norwegische Gletscher mit einer Fläche von 370 km ² und ist gleichzeitig auch der am tiefsten liegende Gletscher auf dem europäischen Festland.Der höchste Punkt liegt bei 1594 Metern und die Gletscherzunge Engenbreen hat eine Eisdecke von 450 Metern.
Unterhalb des Gletschers befindet sich der See Svartisvatn,vom See aus ist es bis zum Gletscher für normale Touristen zwei Stunden Fußweg.
Der Name “Svartisen” kommt vom alten,norwegischen Wort “svartis” (Schwarzeis), welches die tiefblaue Farbe des Eises im Verhältnis zum weißen Schnee und dem neueren Eis beschreibt.
Hier mal zu sehen unser Ankerplatz und unser Fußweg zum Gletscher:
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Wenn ich vorhin sagte “normale Touristen”,dann hat das schon seinen Grund. Andy und ich schafften den Aufstieg im lockeren Laufschritt in einer knappen Stunde und waren von unserem Schiff die ersten auf dem Berg.
Das Stehen am Gletscher mit Worten zu beschreiben ist nicht möglich. Die Gewalt und Macht der Natur, gleichzeitig aber auch unsere Hilflosigkeit in Bezug auf das Abschmelzen dieses Eismassivs zu sehen und zu spüren ist einzigartig.

